Gesunder Teller ergänzt Pyramide

Der gesunde Teller

Tellermodell ersetzt Pyramide nun auch in Österreich – eine echte Entscheidungshilfe in Sachen Ernährung, Halleluja! Auch das österreichische Gesundheitsministerium unterstützt nunmehr Ernährungsentscheidungen der Konsument*innen effizient mit einer alltagstauglichen, gut umsetzbaren Empfehlung, dem Tellermodell.

Hand aufs Herz, hattest Du bei Ernährungsentscheidungen in der Vergangenheit die Ernährungspyramide vor Augen? Und wenn ja, welche der vielen Versionen, die uns die Ernährungsgesellschaften in den letzten Jahren nahegelegt haben?

Ich selbst fand sie für meine praktische Arbeit mit Klient*innen immer wenig wertschöpfend, weil einfach schwer zu erfassen und noch schwerer umzusetzen. Sehr froh hat mich daher die Kanadische Empfehlung gemacht, die 2019 erstmals den Konsument*innen mithilfe eines Tellermodells anschauliche Empfehlungen bot. Auf dem Teller sieht man klar, welche Nahrungsmittelgruppen man täglich in welchem Mengenverhältnissen essen sollte. Ein Bild, das man sich einfach merken kann. Es ist ebenso einfach abzurufen, wenn es darum geht, eine Mahlzeit vorzubereiten oder sich unterwegs etwas zu besorgen.vor 

Was, wovon, wieviel - die Details

Die täglich Nahrung sollte zu 50% aus Gemüse bestehen. Obst sollte nur einen geringeren Anteil davon ausmachen, den Fruchtzucker ist schlecht für die Leber. 2-3 Stück / Tag, mehr nicht!

Die weitere Verteilung sollte folgendermaßen aussehen: 25% Protein (Eiweiß) und 25% komplexe Kohlenhydrate. Das Protein kann aus tierischen Quellen wie Fleisch und Milchprodukten, oder aus pflanzlichen Quellen, allen voran Hülsenfrüchten, stammen.

Bei Kohlenhydraten liegt die Botonung auf komplex, sprich vollwertigen Lebensmitteln. Weißmehl egal aus welchem Getreide, raffinierter weißer Zucker und geschälter Reis sowie alle daraus hergestellten Produkte (Pasta, Pizzaboden, Kuchen etc.) haben hier gar keinen Platz und sollten lediglich in Ausnahmefällen gegessen werden!

Besonders erfreulich: auch der Hinweis auf die wertvollen Pflanzenfette ist vorhanden. Auch wenn der Fokus auf Gewichtskontrolle liegt, dabei solltest Du Dich nicht einschränken! Diesen Fehler beobachte ich bei vielen Menschen, die mit Gewichtsproblemen kämpfen – sie reduzieren an der falsche Stelle.

Wichtig auch, die tägliche Flüssigkeitszufuhr von 1,5 – 2 l, je nach Gewicht, Tätigkeit und Jahreszeit. Bei Hitze, beim Sport oder im Krankheitsfalls kann der Bedarf höher sein.